Ganzheitliche Trainingsmethode
Die Eisberg-Methode zur Erziehung eines ausgeglichenen Hundes
Symptom vs. Ursache
Bei Problemen mit Hunden neigen Besitzer/innen dazu, sich nur auf die Symptome (das „Was“) zu konzentrieren und schnelle Lösungen für ihre Probleme zu suchen. Zum Beispiel: „Mein Hund bellt Kinder an, wie kann ich das abstellen?“. Der Weg zur Problemlösung liegt jedoch darin, den Grund (das „Warum“) hinter dem Verhalten des Hundes zu verstehen. Warum verhält sich dein Hund auf diese Art und Weise? Warum fühlt er das starke Bedürfnis das Kind anbellen zu müssen? Ohne die zugrundeliegenden Ursachen zu erforschen, bleibt es weiterhin eine Herausforderung, das Problem effektiv anzugehen. Wenn der Grund hier z.b. Angst ist, verschwindet das Problem nicht, wenn man den Hund Massregelt oder mit Leckerli besticht. Deshalb sollte beim Erziehen des Welpen immer darauf geachtet werden, dass ganzheitlich erzieht wird und Hundepsychologie mit Training vereint wird.
Die Masterclass
Um diese Reise zu erleichtern, habe ich einen Online-Kurs entwickelt, in dem du lernst, wie du deinen Welpen erziehen kannst. In diesem Kurs erhältst du umfassende Einblicke in die Erziehung deines Hundes, enträtselst das „Warum“ hinter seinem Verhalten und weisst, „wie“ du in verschiedenen Situationen reagieren kannst. Wenn du beide Aspekte verstehst, erhältst du ein ganzheitliches Verständnis, das den Weg für effektive und dauerhafte Lösungen ebnet.
Der Eisberg – Ansatz
Wenn ich meinen Kunden/innen meine Methode erkläre, verwende ich gerne die Metapher des Eisbergs. Bei der Ausbildung eines Hundes konzentrieren sich die Menschen in der Regel auf das Sichtbare, also auf die Kommandos wie „Bleib“, „Bei Fuss“, „Komm“ und dergleichen. Diese Kommandos sind zwar wichtig, aber sie machen nur einen kleinen Teil der Hundeerziehung aus. Die Kommandos sind die Spitze des Eisbergs. Das Herzstück der Erziehung eines ausgeglichenen Hundes liegt jedoch unter der Oberfläche, wo etwa 90% des Eisbergs verborgen bleiben. Diese verborgene Version repräsentiert den Charakter und die Emotionen des Hundes, seine sozialen Fähigkeiten mit Menschen und anderen Tieren, wie wohl er sich in seiner Umgebung fühlt, seine Akzeptanz von Grenzen und Begrenzungen, seine Impulskontrolle usw.
Es ist wichtig zu erkennen, wie elementar es ist, den ganzen Eisberg zu betrachten und nicht nur die Spitze. Wenn du in der Welpenzeit ein starkes Fundament legen kannst, wird dein Hund später kaum Probleme haben, deinen Kommandos zu folgen.

DIE ZWEI KOMPONENTEN DES EISBERGS
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Spitze des Eisbergs: Kommandos
Viele Hundetrainingsmethoden (und Hundehalter/innen) konzentrieren sich in erster Linie auf das Lehren von Kommandos und obwohl diese unbestreitbar wichtig sind, sind sie nur die Spitze des Eisbergs. Kommandos helfen Hunden zu verstehen, was in verschiedenen Situationen von ihnen erwartet wird. Um diese Kommandos zu verstehen und zu befolgen, muss sich ein Hund in seiner Umgebung wohlfühlen, seine Impulskontrolle beherrschen usw. Mit anderen Worten: Einem ausgeglichenen Hund ein Kommando beizubringen, ist sehr einfach. Bei einem unausgeglichenen Hund hingegen ist es kaum möglich, ihm diese beizubringen. Um ein Kommando zu befolgen, kommt es also nicht nur darauf an, ob dein Hund weiss, was das Kommandowort bedeutet, sondern auch darauf, wie er sich in dieser speziellen Situation fühlt.
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Unter der Oberfläche – Erziehung eines ausgeglichenen Hundes
Wie bereits erwähnt, steht der nicht sichtbare Teil des Eisbergs für die Kontaktfreudigkeit deines Hundes, seine Gefühle, seine Umgangsformen, seine Impulskontrolle usw. Wir werden uns beim Training auf jeden dieser Aspekte konzentrieren. Bei der Erziehung eines ausgeglichenen Hundes und dem Aufbau eines starken Fundaments gibt es vier wichtige Komponenten, die im Welpentrainingskurs sorgfältig berücksichtigt werden.
Emotionen
Du musst dir immer vor Augen halten, dass dein Hund kein Roboter ist. Wie Menschen empfinden auch Hunde eine Reihe von Gefühlen, positive wie negative. Dein Ziel ist es nicht, die negativen Gefühle zu unterdrücken, sondern diese Emotionen zu verstehen und entsprechend auf sie zu reagieren. Ein ausgeglichener Hund ist ein Hund, der alle seine Gefühle ausdrücken kann, sich aber nicht von ihnen überwältigen lässt.
Klare Kommunikation
Mein Training basiert auf klarer Kommunikation, vor allem über die Körpersprache und auf einer ruhigen, geduldigen, aber auch konsequenten Haltung. Das ist der beste Weg, um eine Bindung aufzubauen, die auf Verständnis, Vertrauen und Zusammenarbeit beruht und um eine harmonische Lernumgebung zu schaffen. Ich setze Futter und Spielzeug nicht als Bestechung ein, sondern um die Neugierde zu fördern, Ängste zu überwinden, zur Sensibilisierung oder um Impulskontrolle zu lernen.
Charakter
Jeder Hund hat seinen eigenen einzigartigen Charakter. Dein Ziel ist es, seine besonderen Eigenschaften, Stärken und Schwächen erkennen und schätzen zu lernen. Wenn du deinen Hund gut kennst, kannst du ihn so führen, dass es seinem Charakter entspricht und nicht dagegenwirkt.
Führungsqualität
Und schliesslich musst du eine gute Führungskraft / Leithund sein (werden). Du bist kein guter „Leithund“, wenn du einfach nur dominant bist. Vielmehr bist du ein guter „Leithund“, wenn du es wert bist, dass man dir folgt. Das bedeutet, dass du Fähigkeiten und Fertigkeiten besitzt, die für deinen Hund wichtig sind. In den Augen von Hunden ist ein guter „Leithund“ jemand, der das Rudel beschützen kann, der in schwierigen Situationen gute Einschätzungen und Entscheidungen trifft, der sie sein lässt, wer sie sind (indem sie ihre Instinkte leben dürfen) und der sie ermutigen kann. All das musst du im Alltag zeigen! Ich zeige dir wie.
